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2016

Oktober
21

Mit Anti-Affinity die Verfügbarkeit erhöhen

Wir präsentieren: Anti-Affinity. Nutzen Sie diese kleine, aber raffinierte neue Funktion, um noch robustere Setups zu bauen. Ausserdem möchten wir Ihnen aufzeigen, wie wir das Thema Hochverfügbarkeit (HA) auf den verschiedensten Ebenen angehen.

Wie Sie am meisten von Anti-Affinity profitieren

Dass bei einem Ausfall eines physischen Compute Hosts alle darauf laufenden Server abstürzen, ist mit den gängigsten Virtualisierungstechnologien nicht zu verhindern. Gut möglich, dass Sie deshalb bereits auf "N+1 Redundanz" setzen, indem Sie mehrere virtuelle Server im Verbund betreiben (z.B. mehrere Web Worker oder einen DB Cluster), um damit die Verfügbarkeit Ihrer Lösung zu erhöhen. Nichtsdestotrotz besteht die Möglichkeit, dass einige dieser Server per Zufall auf dem gleichen physischen Host landen.

Mit unserer neuen Anti-Affinity Funktion können Sie sicherstellen, dass Server mit identischen Aufgaben immer auf separaten physischen Maschinen laufen. Damit schützen Sie sich zuverlässig vor den Folgen eines Hardwaredefekts eines einzelnen Compute Hosts.

Mit welchen Massnahmen wir die Verfügbarkeit maximieren

Dennoch ist der Ausfall eines Servers natürlich stets ein Ärgernis. Bei cloudscale.ch setzen wir deshalb nur auf Systeme, die dafür ausgelegt sind, immer zu laufen und ständig erreichbar zu sein:

Alle unsere Systeme sind mit redundanten Hot-Swap-Netzteilen ausgestattet. Alle physischen Server sind mit mehreren Switches gleichzeitig verbunden und können out-of-band über ein separates Management-Netzwerk verwaltet werden.

Im Falle eines defekten Compute Hosts starten alle betroffenen virtuellen Server umgehend auf separaten, betriebsbereiten Compute Hosts neu. Dank unserem verteilten Storage-Cluster auf Basis von Ceph bleibt dabei der Inhalt der Festplatte erhalten. Mit einem Replikationsfaktor von 3 sind Ihre Daten zudem gut geschützt vor einem Hardwaredefekt – ein Risiko, welches durch den konsequenten Einsatz von Enterprise SSDs weiter reduziert wird.

Auch die Versorgungs-Ebene ist mit Blick auf höchste Verfügbarkeit redundant ausgelegt: Einerseits indem wir uns im Datacenter auf redundante Kühlsysteme verlassen können sowie auf zwei Strom-Zuführungen, die beide mit USV und Diesel-Generatoren abgesichert sind. Andererseits verfügen wir über mehrere Internet-Anbindungen mit verschiedenen Upstream-Providern und einer Verbindung am SwissIX Internet Exchange.
Schliesslich betreiben wir auch selber kritische Software (z.B. OpenStack-Komponenten) nach dem Prinzip N+1, um einen allfälligen Ausfall nahtlos zu überbrücken.

Warum Hochverfügbarkeit mehr ist als nur ein zuverlässiger Server

Für uns bedeutet Verfügbarkeit, dass Ihre virtuellen Server laufen und erreichbar sind. Überlegen Sie sich, was Verfügbarkeit für Sie bedeutet - und nicht zuletzt für Ihre Kunden. Was könnte schief gehen und wie können negative Auswirkungen verhindert oder zumindest minimiert werden? Wählen Sie den Ansatz und die Mittel, welche Ihnen und Ihrem Anwendungsfall am besten entsprechen. Schlussendlich geht es darum, für den Ernstfall gewappnet zu sein.

Für Server, die laufen!
Ihr cloudscale.ch-Team

 

PS: Passend zum Thema wird André Keller von der VSHN AG gemeinsam mit unserem CEO Manuel Schweizer eine Präsentation zur Frage "How to increase availability using ExaBGP?" halten. Die Anmeldung und weitere Informationen zum Anlass vom 4. November 2016 in Bern finden Sie unter: http://www.swinog.ch/meetings/swinog30/index.asp

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