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Floating IPHigh Availability
Aktualisiert am 29. Juli 2026

Floating IPs und Networks

Verschiebe Floating IPs zwischen Servern, z.B. für HA, Wartungen ohne Unterbruch oder Nutzung derselben IP-Adresse nach Ersetzen eines Servers.

Allgemeine Informationen

Zusätzlich zur eigenen IP-Adresse eines Servers oder Load-Balancers kannst du eine oder mehrere Floating IPs oder (im Falle eines Servers) Floating Networks zuweisen.

Floating IPs und Networks können zwischen deinen Zielsystemen verschoben werden, entweder innerhalb einer Cloud-Region oder regionenübergreifend ("global" Floating IPs und Networks). So kannst du den Netzwerkverkehr umleiten, ohne dass Änderungen am DNS erforderlich sind.

Wenn ein Server oder Load-Balancer gelöscht wird, verbleiben die ihm zugewiesenen Floating IPs und Networks in deinem Projekt und stehen für die Zuweisung an ein neues Ziel zur Verfügung.

Anmerkung: Floating IPs und Networks werden auch verwendet, wenn du deine eigenen IP-Ranges bei cloudscale nutzen möchtest.

Um eine Floating IP mit einem Server zu verwenden, ist eine lokale Konfiguration auf dem Server erforderlich.

Ad-hoc-Konfiguration

Um Floating IPs in einem laufenden System zu konfigurieren, erstelle ein dummy Interface und füge die Adressen diesem Interface hinzu.

ip link add dummy1 type dummy
ip addr add 192.0.2.123/32 dev dummy1
ip addr add 2001:db8::cafe/128 dev dummy1

Wichtiger Hinweis: Diese Änderungen sind nicht permanent und gehen nach einem Neustart verloren. Befolge je nach Distribution die nachstehenden Anweisungen, um die Konfiguration dauerhaft zu speichern.

Wir empfehlen, ein dummy Interface anzulegen. Auf diese Weise kannst du die Floating IP lokal nutzen, selbst wenn sich eines oder alle anderen Netzwerk-Interfaces im DOWN-Zustand befinden. Selbstverständlich steht es dir frei, einen anderen Ansatz zu wählen.

Distributionen mit netplan (insb. Debian ≥12, Ubuntu ≥18.04)

Bei neueren Debian-basierten Distributionen, die netplan verwenden, kannst du das dummy0 Interface mithilfe der folgenden Konfigurationsdateien erstellen und die Konfiguration mit systemctl reload systemd-networkd aktivieren.

/etc/systemd/network/25-dummy.netdev:

[NetDev]
Name=dummy0
Kind=dummy

/etc/systemd/network/50-static.network:

[Match]
Name=dummy0

[Network]
Address=192.0.2.123/32
Address=2001:db8::cafe/128

Ältere Debian-basierte Distributionen (Debian, Ubuntu)

Bei älteren Debian-basierten Distributionen (Debian, Ubuntu) erstelle/ergänze die folgende Konfigurationsdatei und aktiviere die Konfiguration mit ifup dummy0.

/etc/network/interfaces.d/dummy0-floating-ip.cfg:

# Interface beim Booten automatisch aktivieren.
auto dummy0

iface dummy0 inet static
# Die Floating IPv4 Adresse zur Konfiguration auf diesem Interface.
address 192.0.2.123/32
pre-up ip link add dummy0 type dummy || true
iface dummy0 inet6 static
# Die Floating IPv6 Adresse zur Konfiguration auf diesem Interface.
address 2001:db8::cafe/128

Distributionen mit NetworkManager

Bei Distributionen mit NetworkManager (RHEL 8, CentOS 8, CentOS Stream und Fedora) führe die folgenden Befehle aus:

nmcli con add type dummy ifname dummy0
nmcli con mod dummy-dummy0 ipv4.method manual ipv4.addresses 192.0.2.123/32
nmcli con mod dummy-dummy0 ipv6.method manual ipv6.addresses 2001:db8::cafe/128
nmcli con up dummy-dummy0

sysconfig-basierte Distributionen

Bei sysconfig-basierten Distributionen (RHEL 7 und CentOS 7) erstelle/ergänze die folgenden Konfigurationsdateien und aktiviere die Konfiguration mit modprobe dummy; ifup dummy0.

/etc/modules-load.d/dummy.conf:

# Das dummy Modul beim Booten laden.
dummy

/etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-dummy0:

[Match]
Name=dummy0

[Network]
Address=192.0.2.123/32
Address=2001:db8::cafe/128

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